Das schrieb die Presse: Flugplatzfest 2009 begeistert erneut zahlreiche Besucher
(Mühlacker Tagblatt vom 21.09.2009) Besucher sind vom Flugsport fasziniert
Tausende
Flugbegeisterte sind am Wochenende auf den Segelflugplatz Hangensteiner
Hof gepilgert: Beim 14. Flugplatzfest zogen aufregende Flugvorführungen
und ausgefallene Flugzeuge in den Bann.
Normalerweise geht es auf dem Fluggelände vom Flugsportclub Mühlacker in
Dürrmenz eher ruhig zu. Segelflugzeuge surren geräuschlos durch die
Luft. Ganz anders am Wochenende: Zwischen Himmel und Erde herrschte
reger Betrieb. Neben den ruhigen Seglern starteten und landeten
Motorflugzeuge ganz unterschiedlicher Art.
Um für eine große Typenvielfalt zu sorgen, hatten die Gastgeber bei
befreundeten Vereinen kräftig die Werbetrommel gerührt. Fast 50
Gastflieger konnten deshalb auf dem Hangensteiner Hof begrüßt werden.
Die Besucher staunten über liebevoll restaurierte Doppeldecker und
hochmoderne Leichtflugzeuge. Allerdings herrschten am Samstag im
Rheintal schlechte Sichtverhältnisse, sodass aus dieser Richtung viele
Piloten auf einem Start in Richtung Mühlacker verzichteten.
Vorsitzender Jörg Brunhorn vom Flugsportclub Mühlacker konnte sich auf
gerademal 300 Meter hochschleppen lassen. Dort befand sich die
Wolkengrenze. Starts im Heißluftballon waren am Samstag ebenso
gestrichen wie die Rundflüge in der Antonov, dem 1000PS starken größten
Doppeldecker der Welt. Der sollte aus Bad Dürkheim kommen, doch die
Wetterverhältnisse ließen dies nicht zu.
Den weitesten Anflug hatte wohl der Pilot aus Jessenwang am Ammersee.
Roger von Bank war mit Sohn Alexander im Reise-Motorsegler aus Malmsheim
hergeflogen, um beim Fest für das Hobby Flugsport zu werben: „Man muss
Jugendlichen eine positive Perspektive geben.“
„Es ist ein super tolles Gefühl alles zu spüren. Man fühlt sich so
richtig frei“, schwärmte Pilotin Anja Frey, die in einem ungewöhnlichen
Flugobjekt angeschwebt kam: einem Gyrocopter. Dieser Tragschrauber
verfügt zwar wie ein Hubschrauber über Rotoren. Diese werden allerdings
im Gegensatz zum großen Bruder nur durch den Fahrtwind angetrieben. Ein
„intensives Flugerlebnis“ gönnten sich auch andere Mutige beim Fest: In
3000 Meter Höhe stiegen die Fallschirmspringer aus dem Flugzeug. Beim
Tandem-Sprung konnten auch Ungeübte in Richtung Erde schweben.
Dort unten richteten sich Köpfe der großen und kleinen Besucher meist
nach oben. Rolf Costabel moderierte das abwechslungsreiche Geschehen.
Kunstflieger stiegen ebenso steil in die Höhe wie die kleinen
Modellflugzeuge von Matthias Müller.
Ganz zurück zu den Anfängen des Segelflugsports führte die „Grunau Baby
III“ aus dem Jahr 1953. „Das war früher das Schulflugzeug schlechthin“,
erklärte Vorsitzender Jörg Brunhorn, der sich für den Flug
vorsichtshalber eine Mütze aufsetzte. Denn der Segler war einst nicht
nur komplett aus Holz gebaut worden. Es fehlte auch eine Kabine. In
luftiger Höhe aber wird es empfindlich kühl. Der Vereinschef: „Pro 100
Meter sinkt die Temperatur durchnittlich um ein Grad.“
(Pforzheimer Zeitung vom 20.09.2009) Flugplatzfest in Dürrmenz hat magische
Anziehungskraft MÜHLACKER-DÜRRMENZ. Alte und neue Segel-
und Motorflugzeuge haben am Wochenende eine magische Anziehungskraft auf
über 5000 Besucher beim traditionellen Flugplatzfest des Flugsportclubs
Mühlacker ausgeübt.
Leises Surren aus der Ferne kündigte auf dem Segelflugplatz am
Hangenstein in Dürrmenz schon manchen Motorsegler an. Am Mikrofon
erklärte Moderator Rolf Costabel, welcher Pilot mit welcher Maschine
landete. Unter den 25 Flugzeugen am Samstag und 30 am Sonntag war auch
der größte Doppeldecker der Welt, eine „Antonov AN 2“ (Baujahr 1957).
Aus Bad Dürkheim war Pilot Thomas Gebing mit seiner betagten Maschine
zum Flugplatzfest geflogen. „Die Maschine hat 1000 PS“, sagte Jörg
Brunhorn, der Vorsitzende des Flugsportclubs Mühlacker.
Von den 140 Mitgliedern des Vereins – davon 25 Jugendliche in Ausbildung
– waren 100 Helfer an beiden Tagen im Einsatz. „Unsere Frauen haben 139
Kuchen gebacken“, freute sich Brunhorn über das große Engagement. Sechs
Segelflugzeuge, ein Motorsegler und ein Motorflieger besitzt der
Flugsportclub.
Er wurde 1951 gegründet, bestand aber schon seit 1928 in verschiedenen
Formen, weiß Jörg Brunhorn. Der 45-jährige verheiratete Familienvater
sieht in dem jährlichen Flugplatzfest ein Treffen passionierter Flieger
und interessierter Zuschauer. Zudem bietet Miro Odak aus Salem seit fünf
Jahren beim Flugplatzfest seine Spezialität „Dinnele“ mit Zwiebeln,
Speck und Kartoffelkäse in seiner mobilen Backstube an. Überdies
offeriert der Flugsportclub unter anderem auch traditionelles
Siedfleisch, halbe Hähnchen oder Schweinshaxen als Delikatessen.
Verzicht auf Abendprogramm
Weil am Wochenende verschiedene andere Veranstaltungen in der Umgebung
stattfanden, verzichtete der Club diesmal am Samstagabend auf ein
kulturelles Programm. Am Sonntagmorgen gab es ab zehn Uhr Blasmusik.
„Die Flieger melden sich bei uns vorher nicht an“, erklärte Jörg
Brunhorn. Deshalb wisse man nie so genau, wie viele Menschen kommen. In
den vergangenen Jahren seien es im Schnitt meist über 5000 Personen
gewesen, die sich der Faszination des Fliegens hingaben. Sogenanntes
Trudeln, Loopings und horizontale und vertikale Rollen zeigte Volker
Single bei seinem eindrucksvollen Motorkunstflug mit einer „Extra 300“.
Außerdem konnten Tandemspringer mit ihren Fall- und Gleitschirmen
beobachtet werden. „Das besondere am Fliegen ist für mich, dass ich
meinem Hobby jetzt gemeinsam mit meinem Sohn Julian nachgehen kann“,
beschrieb Vereinsvizechef Jürgen Klemm seine Begeisterung. Und auch bei
manchen Kindern ließ sich diese Faszination beobachten. „Die Atmosphäre
beim Flugplatzfest ist einfach toll“, freute sich eine Besucherin aus
Mühlacker.